Öffentlicher Sektor & Verwaltung

Zweitägiges Führungstraining für Gruppenleiter und Meister beim das Unternehmen

Quick Facts

Ausgangssituation

Das Unternehmen zählt zu den größten Institutionen seiner Art in Deutschland und betreibt eine Vielzahl technischer Anlagen sowie komplexer Infrastrukturen. Die Führungskultur war über viele Jahre hinweg stark hierarchisch geprägt und fokussierte sich vor allem auf technische und fachliche Fragestellungen. Strukturierte Gespräche über Entwicklung, Zielsetzungen, Feedback oder Zusammenarbeit spielten im Führungsalltag eine untergeordnete Rolle und mussten erst schrittweise etabliert werden. Die Organisation befindet sich in einem umfassenden Kulturwandel. Traditionelle Hierarchien werden zunehmend hinterfragt, Eigenverantwortung soll gestärkt und moderne Führungsprinzipien nachhaltig verankert werden. Das Führungskräftetraining war ein wichtiger Baustein innerhalb dieser Entwicklung. Gerade in Organisationen mit einer ausgeprägten Fach- und Expertenkultur erfordert Führungskräfteentwicklung Geduld, Glaubwürdigkeit und einen hohen Praxisbezug.

Herausforderungen

Die Teilnehmer – Gruppenleiter, Meister und Bereichsleiter – führten Mitarbeiter mit überwiegend handwerklichem und technischem Hintergrund. Theoretische oder stark psychologisch geprägte Konzepte stießen häufig auf Skepsis. Die Erwartungen an das Training waren daher eindeutig: praxisnah, bodenständig, nachvollziehbar und unmittelbar umsetzbar. Zusätzlich war die Gruppe bewusst heterogen zusammengesetzt. Neben erfahrenen Führungskräften nahmen auch Personen teil, die erst vor kurzer Zeit Führungsverantwortung übernommen hatten. Die beruflichen Hintergründe, Erfahrungen und Erwartungen unterschieden sich deutlich. Die Herausforderung bestand darin, erfahrenen Führungskräften neue Impulse zu vermitteln, ohne sie zu unterfordern, und gleichzeitig weniger erfahrene Teilnehmer gezielt abzuholen und zu unterstützen.

Was sich verändert hat

Nach dem Training verfügten die Teilnehmer über konkrete Gesprächsleitfäden und hatten unterschiedliche Gesprächssituationen mehrfach praktisch erprobt. Durch die intensive Arbeit mit realen Beispielen konnten Unsicherheiten reduziert und Hemmschwellen abgebaut werden, ohne dass sich einzelne Teilnehmer überfordert fühlten. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die konsequente Anpassung der Sprache und Methodik an die Zielgruppe. Statt abstrakter Konzepte oder theoretischer Fachbegriffe standen klare, verständliche und unmittelbar anwendbare Ansätze im Vordergrund. Dadurch konnten die Inhalte leichter angenommen und direkt auf den Führungsalltag übertragen werden. Mitarbeitergespräche scheitern in der Praxis selten am fehlenden Willen der Führungskraft. Häufig fehlen vielmehr Struktur, Sicherheit und konkrete Vorgehensweisen. Genau hier setzte das Training an.

Einordnung

Ziel des Trainings war es, Führungskräfte dabei zu unterstützen, Mitarbeitergespräche strukturiert, wertschätzend und gleichzeitig verbindlich zu führen. Sie sollten lernen, Ziele klar zu vereinbaren, Feedback professionell zu geben, schwierige Themen offen anzusprechen und Gespräche mit konkreten Vereinbarungen abzuschließen. Das Training orientierte sich an den bestehenden internen Rahmenbedingungen und integrierte diese als Grundlage für die praktische Anwendung. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung einer klaren Gesprächsstruktur sowie der sichere Umgang mit unterschiedlichen Gesprächssituationen. Die Führungskräfte erhielten praxiserprobte Werkzeuge und Modelle, die sie unmittelbar in ihren Führungsalltag übertragen konnten.

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