Automobilbranche

Virtuelle Seminarreihe in Gewaltfreier Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg für ein internationales Automotive-Unternehmen

Quick Facts

Ausgangssituation

Ein Unternehmen aus einem technologieorientierten Industrieumfeld wollte seine Mitarbeiter und Führungskräfte in Gewaltfreier Kommunikation (GfK) nach Marshall B. Rosenberg schulen. Im Mittelpunkt stand das Ziel, auch in anspruchsvollen Gesprächssituationen, unter hohem Zeitdruck und bei unterschiedlichen Interessenlagen eine konstruktive, wertschätzende und lösungsorientierte Kommunikation zu fördern. Vor dem Hintergrund wachsender Teams, zunehmender virtueller Zusammenarbeit und einer immer stärkeren Vernetzung über organisatorische und kulturelle Grenzen hinweg entstand der Wunsch nach einer gemeinsamen Kommunikationskultur. Die Gewaltfreie Kommunikation sollte dabei als verbindender Ansatz dienen, um gegenseitiges Verständnis zu stärken, Konflikte frühzeitig zu entschärfen und die Qualität der Zusammenarbeit nachhaltig zu verbessern.

Herausforderungen

Kommunikation in leistungsorientierten Arbeitsumfeldern ist häufig von hoher Geschwindigkeit, klaren Zielvorgaben und einem starken Ergebnisfokus geprägt. Unter diesen Rahmenbedingungen entstehen leicht Missverständnisse, unterschiedliche Interpretationen von Aussagen oder unbeabsichtigte Verletzungen in der Zusammenarbeit. Konflikte können sich dadurch schneller entwickeln und die Zusammenarbeit innerhalb von Teams sowie zwischen verschiedenen Bereichen erschweren. Die Herausforderung bestand darin, den Teilnehmern einen praxisnahen und wirksamen Kommunikationsansatz zu vermitteln, der es ermöglicht, auch in herausfordernden Situationen respektvoll, klar und verbindlich zu kommunizieren. Die Gewaltfreie Kommunikation bot hierfür einen strukturierten methodischen Rahmen, um bestehende Kommunikationsmuster zu reflektieren, Konfliktdynamiken besser zu verstehen und neue Handlungsoptionen für den Berufsalltag zu entwickeln.

Was sich verändert hat

Die Teilnehmer entwickelten ein deutlich differenzierteres Bewusstsein für die Wirkung ihrer Kommunikation und erweiterten ihre Fähigkeit, auch anspruchsvolle Gespräche konstruktiv, klar und respektvoll zu führen. Die Gewaltfreie Kommunikation wurde nicht nur als Methode verstanden, sondern zunehmend als persönliches Kommunikationswerkzeug erlebt, das im beruflichen Alltag vielfältig eingesetzt werden kann. Das virtuelle Format ermöglichte die Einbindung von Teilnehmern aus unterschiedlichen Standorten und unterstützte den organisationsweiten Austausch über gemeinsame Kommunikationsstandards. Besonders die intensive Arbeit mit realen Konfliktsituationen aus dem Unternehmensalltag sorgte für einen hohen Praxisbezug und eine direkte Anwendbarkeit der Inhalte. Die Teilnehmer berichteten von einem bewussteren Sprachgebrauch, einer höheren Sensibilität für die Bedürfnisse anderer Gesprächspartner sowie von konstruktiveren Konfliktgesprächen.

Einordnung

Im Rahmen der Seminarreihe lernten die Teilnehmer die Grundlagen und Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation kennen und entwickelten ein fundiertes Verständnis für das Modell von Marshall B. Rosenberg. Im Mittelpunkt stand die Fähigkeit, Beobachtungen von Bewertungen zu unterscheiden, Gefühle differenziert wahrzunehmen und auszudrücken, Bedürfnisse klar zu benennen sowie konkrete und lösungsorientierte Bitten zu formulieren. Das Rosenberg-Modell beschreibt vier zentrale Schritte: Beobachtung ohne Bewertung, Gefühle ausdrücken, Bedürfnisse benennen und eine Bitte formulieren. Diese vier Schritte wurden zunächst theoretisch vermittelt und anschließend anhand praxisnaher Situationen intensiv trainiert. Die Teilnehmer erhielten die Möglichkeit, eigene Kommunikationssituationen einzubringen und die Methode direkt auf ihren beruflichen Alltag zu übertragen.

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