Ausgangssituation
Die bundeseigene Organisation verantwortet den Betrieb, die Planung und den Ausbau der deutschen Autobahnen. In einer Verkehrszentrale arbeiten Mitarbeiter in einem anspruchsvollen operativen Umfeld: Sie koordinieren den Verkehrsfluss, bearbeiten Störmeldungen und stehen im kontinuierlichen Austausch mit Einsatzkräften, Behörden und externen Dienstleistern. Als vergleichsweise junge Organisation übernahm sie Aufgabenbereiche, die zuvor bei unterschiedlichen regionalen Strukturen angesiedelt waren. Für viele Teams bedeutete dies die Anpassung an neue Organisationsformen, veränderte Prozesse und zusätzliche Anforderungen – bei unverändert hohem operativem Druck. In einem Team, das für die Überwachung und Steuerung des Verkehrsgeschehens auf einem weitläufigen Autobahnnetz verantwortlich ist, arbeiteten die Mitarbeiter gemeinsam mit ihrer Führungskraft unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen.
Herausforderungen
In einem gewachsenen Team mit hoher operativer Belastung entstanden im Laufe der Zeit Reibungspunkte in der internen Kommunikation, der Aufgabenverteilung und den bestehenden Prozessabläufen. Die zentrale Herausforderung bestand darin, Verbesserungsbedarfe offen anzusprechen, ohne dabei die vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb des Teams zu beeinträchtigen oder bestehende Arbeitsbeziehungen zu belasten.
Was sich verändert hat
Die Teilnehmer entwickelten gemeinsam konkrete Verbesserungsmaßnahmen, die unmittelbar in den Arbeitsalltag integriert werden konnten. Der offene und strukturierte Austausch stärkte das gegenseitige Verständnis und förderte die Zusammenarbeit innerhalb des Teams nachhaltig. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die sorgfältige Vorbereitung des Workshops. In einem vorgelagerten Abstimmungsgespräch mit der Führungskraft wurden zentrale Themen, Herausforderungen und Dynamiken analysiert, um die Inhalte passgenau auf die Situation des Teams auszurichten. Gerade in Organisationen mit hoher operativer Belastung werden kommunikative Spannungen, Unklarheiten in Verantwortlichkeiten oder ineffiziente Abläufe häufig über längere Zeit nicht aktiv bearbeitet.
Einordnung
Ziel war die Durchführung eines professionell moderierten Teamworkshops, der Kommunikation, Aufgabenverteilung und Prozesse gleichermaßen in den Fokus rückt und dabei das gesamte Team einschließlich der Führungskraft in einem konstruktiven und lösungsorientierten Rahmen einbindet. PROVECO entwickelte hierfür einen ganztägigen Teamworkshop, der drei zentrale Themenfelder miteinander verknüpfte. Im Bereich Kommunikation stand die Frage im Mittelpunkt, wie die Zusammenarbeit im Team erlebt wird, an welchen Stellen Missverständnisse entstehen und welche Formen der Kommunikation sich im Arbeitsalltag als besonders wirksam erwiesen haben. Im Themenfeld Aufgabenverteilung wurde gemeinsam betrachtet, welche Verantwortlichkeiten bestehen, wo Unklarheiten auftreten und an welchen Stellen Doppelarbeiten oder Abstimmungsverluste entstehen.